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Die Auswirkung der Ernährung auf Gesundheit und
Körpergewicht wird heutzutage eher übertrieben. Es ist nämlich nicht nur die
Ernährung, die uns Menschen dick oder schlank sein lässt.
Dennoch kann man der Ernährung eine wesentliche Rolle nicht
absprechen, wenn es um das Abnehmen geht.
Ständig werden neue Erkenntnisse über Ernährung gewonnen.
Die neuen Erkenntnisse widersprechen alten Erkenntnissen oft ganz erheblich.
Der Expertenstreit kann sich manchmal über Jahrzehnte
hinziehen. Erschwerend kommt hinzu, dass offizielle Stellen mit ihren Empfehlungen
oft viele Jahre hinter neuen Erkenntnissen hinterher hinken.
Die zahlreichen Mythen über vermeintlich gesunde Ernährung
machen die Situation noch unübersichtlicher. Leider halten sich Ernährungsmythen
meistens besonders gut, beispielsweise der Mythos über das angeblich schädliche
Cholesterin in Eiern.
Ernährung ist für viele Menschen auch stark mit Moral
verbunden. Nicht umsonst spricht man von "Sünden", wenn man von
Süßigkeiten oder fettreicher Nahrung spricht.
So liegt es nahe, dass sich manche Ernährungsvorschriften
eher am Konzept der Bestrafung durch mehr oder weniger unsinnigen Verzicht orientieren
als an Regeln, die tatsächlich förderlich für Gesundheit und Fettabbau sind.
In unserer heutigen Zeit muss die Lehre über die
"richtige" Ernährung oft die Rolle der vernachlässigten Religion
übernehmen.
Daher ist es schwierig, sachlich korrekte Informationen über
Ernährung und Nahrungsmittel zu finden. Viele Ernährungslehren basieren auf
ethischen Konzepten, Moral und pseudoreligiösen Vorstellungen.
Das wird aber häufig nicht deutlich gekennzeichnet, sondern
vermeintliche Gesundheitsaspekte werden vorgeschoben. Vor allem strenge und
exotisch anmutende Ernährungskonzepte sind hiervon betroffen.
Daher ist es wichtig, dass man Ernährungslehren kritisch
hinterfragt und seinen gesunden Menschenverstand zu Rate zieht.
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