Sekundäre Pflanzenwirkstoffe



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Die sekundären Pflanzenstoffe sind erst seit einiger Zeit in den Fokus der Forscher und Ernährungswissenschaftler geraten.

Es handelt sich dabei weder um energiereiche Makronährstoffe, noch um Vitamine, weshalb diese Substanzen lange Zeit bei der Ernährung ignoriert wurden.

In der Pflanzenheilkunde werden die sekundären Pflanzenwirkstoffe jedoch seit jeher für Heilzwecke genutzt. Die Wirkstoffe der Heilpflanzen gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen.

Bei der Ernährung wurde man erst auf diese vielfältigen Stoffe aufmerksam, dass es für die Gesundheit nicht ausreicht, raffinierten Lebensmittel (z.B. Weißmehl) die bekannten Vitamine beizufügen. Die Wirkung auf den Körper ist anders, als wenn die weitgehend naturbelassene Pflanze, beispielsweise als Vollkornprodukt gegessen wird.

Die sekundären Pflanzenwirkstoffe sind extrem unterschiedlich und vielfältig. Sie sind bislang auch nur zu einem kleinen Teil erforscht.

Zahlreiche der sekundären Pflanzenstoffe sind giftig, weil sie Schutzmaßnahmen der Pflanzen gegen Fraßfeinde darstellen. Auch wir Menschen sind Fraßfeinde für die Pflanzen, weshalb die schützenden Wirkstoffe teilweise auch auf uns giftig wirken.

Pflanzen mit einem hohen Gehalt an solchen Giftstoffen werden als giftig betrachtet. In geringer Dosierung können die Giftstoffe jedoch auch oft eine Heilwirkung entfalten, beispielsweise das Gift des Fingerhutes als Herzmedikament.

Aber auch als gesund geltende Nahrungsmittel beinhalten teilweise Giftstoffe. In der äußeren Schicht des vollen Korns sind beispielweise Stoffe enthalten, die beim Fraßfeind Verdauungsbeschwerden auslösen sollen. Daher sind Vollkornprodukte nicht ausschließlich als gesund zu betrachten.

Andere Pflanzengifte werden beim Kochen unschädlich gemacht, beispielsweise das Gift in Bohnen oder in Kartoffeln.

Viele sekundäre Pflanzenwirkstoffe sind aber auch sehr förderlich für die Gesundheit. Sie aktivieren den Stoffwechsel, erleichtern die Verdauung, stärken das Immunsystem, unterstützen das Hormonsystem oder senken den Cholesterinspiegel.

Die verschiedenen Wirkstoffe in den Pflanzen sind für den Menschen so wichtig wie das Salz in der Suppe.

Daher ist es sinnvoll, reichlich pflanzliche Nahrung zu essen und seine Speisen gut zu würzen. Frische Kräuter beinhalten eine geballte Ladung nützlicher Pflanzenwirkstoffe.




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