Appetit



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Der Appetit ist die psychische Entsprechung zum körperlichen Hunger.

Auch mit vollem Magen kann man Appetit auf verlockende Nahrungsmittel haben.

Der Appetit ist es daher auch, der viele Menschen zum Übergewicht treibt.

Wenn man eigentlich schon satt ist, aber noch Appetit auf eine Cola, einen Nachschlag, ein Dessert, eine Tafel Schokolade oder ein Stück Kuchen hat, dann wäre diese zusätzliche Nahrung der entscheidende Beitrag zum Übergewicht, sofern man ihm nachgibt.

Grundsätzlich ist Appetit eigentlich eine sehr nützliche Funktion.

Durch den Appetit freut man sich auf das Essen und verspeist es mit Genuss. Der Appetit hilft auch bei der Auswahl der Nahrungsmittel. Ursprünglich hat der Mensch vor allem auf Nahrungsmittel Appetit, deren Nährstoffe ihm fehlen.

Doch in unserer Überflussgesellschaft ist der Appetit oft fehlgesteuert.

Künstliche Aromen, Süßstoffe und Geschmacksverstärker lösen Appetit auf Nahrungsmittel aus, die mit diesen Stoffen versetzt sind. Dabei handelt es sich häufig um besonders kalorienreiche Nahrungsmittel.

Das passt dann hervorragend zum natürlichen Drang des Menschen, möglichst viel kalorienreiche Nahrungsmittel zu essen, weil die nächste Hungersnot jederzeit auftreten kann.

Da der Appetit vor allem über das Unterbewusste funktioniert, hat das Bewusstsein mit seiner Vernunft nicht viel Chance, sich dem Appetit entgegen zu setzen. Prinzipiell ist das Unterbewusste stärker als das Bewusstsein.

Eine Weile hält der figurbewusste Mensch die Versuchung durch bestimmte Nahrungsmittel aus. Aber wenn man sich viele Stunden lang seinem Appetit widersetzen muss, zeigt das Bewusstsein irgendwann einen Moment der Schwäche, den das Unterbewusstsein sofort ausnutzt.

Daher ist es beispielsweise eine unnötig harte Herausforderung, wenn man verführerische Nahrungsmittel in Sichtweite aufbewahrt. Die Pralinenschachtel ganztags auf dem Schreibtisch wäre für den Pralinenliebhaber eine regelrechte Quälerei.

Am einfachsten kann man mit dem Appetit auf kalorienreiche Nahrungsmittel umgehen, wenn diese weit weg sind. Entweder räumt man sie in eine Schublade, oder am besten kauft man sie gar nicht erst ein. An der Konditorei oder der Metzgerei geht man am besten zügig vorbei, dann hört auch die Versuchung schnell wieder auf.

Bei den Mahlzeiten sollte man auf seine geschmacklichen Vorlieben Rücksicht nehmen, sodass der Appetit dadurch befriedigt wird.




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