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Ghrelin ist das zur Zeit bekannteste Hungerhormon.
Es wird vor allem im oberen Bereich des Magens (Fundus) produziert.
In kleineren Mengen jedoch auch in der Bauchspeicheldrüse und als Vorstufe im
Hypothalamus und in der Hypophyse im Gehirn.
Durch einen erhöhten Ghrelin-Spiegel im Blut fühlt man sich
hungrig. Der Hunger durch Ghrelin kann manchmal so stark sein und über das
Unterbewusstsein wirken, sodass man ihm kaum widerstehen kann.
Wenn der Magen leer ist oder der Blutzuckerspiegel absinkt,
wird Ghrelin ausgeschüttet.
Aber auch wenn man zu wenig Schlaf bekommt, wird vermehrt
Ghrelin ausgeschüttet.
Auf diese Weise kann Schlafmangel zu Übergewicht führen
(siehe Seite 133). Daher ist es sehr wichtig, dass man genug schläft, wenn man
abnehmen will.
Bei der seltenen angeborenen Krankheit Prader-Willi-Syndrom
wird ständig zu viel Ghrelin ausgeschüttet. Die Betroffenen haben daher
fortwährend Hunger und sind daher meistens stark übergewichtig. Das ist jedoch
nur eine der zahlreichen gesundheitlichen Folgen durch diesen Gendefekt.
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