Optimale Nährwert-Ausnutzung



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Der Kern der Futterverwertung ist die Gründlichkeit, mit der die Nährwerte ausgenutzt und in Körperenergie oder Fettpolster umgesetzt werden.

In diesem Bereich wurden in den letzten Jahren viele neue Erkenntnisse gewonnen. Die Forschung ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen, und es gibt ständig neue Forschungserkenntnisse.

Einerseits gibt es vermutlich genetisch bedingte unterschiedliche Fähigkeiten bei der Nahrungsverwertung. Über Details dazu ist jedoch noch nicht viel bekannt.

Vererbung durch Epigenetik

Ferner gibt es epigenetisch bedingte Fähigkeiten zur Nahrungsverwertung. Mittels Epigenetik können Eigenschaften vererbt werden, die ein Mensch in seiner Kindheit und Jugend erlernt hat.

Bei den Genen spielt es nämlich nicht nur eine Rolle, ob sie vorhanden sind oder nicht, sondern auch, ob sie aktiviert sind oder nicht. Wir haben sehr viel mehr Gene in unseren Körperzellen, als wir tatsächlich nutzen. Sogar der Bauplan für Kiemen ist in unseren Zellen enthalten, doch diese Erbinformation ist inaktiv.

So gibt es auch Erbanlagen, die dafür sorgen, dass die Nahrung sehr gut verwertet wird. Normalerweise sind diese Erbanlagen inaktiv. Doch wenn jemand Hungersnöte erlebt, wird diese Fähigkeit aktiviert.

Wenn ein Mensch nun in jungen Jahren Hungersnöte erlebt hat, vererbt er die aktivierte Nahrungsverwertung an seine Nachkommen. Es wird also nicht nur die eigentliche Erbanalage vererbt, sondern auch deren Aktivierung.

Diese Art der Vererbung nennt man Epigenetik. Es ist eine junge Wissenschaft und noch nicht sehr bekannt.

Wer mit einer aktivierten, optimalen Nahrungsverwertung geboren wird, sollte sich weder zu üppig, noch zu kärglich ernähren. Bei üppiger Ernährung nimmt man sehr schnell zu und bei kärglicher Ernährung oder wiederholten strengen Diäten wird das vererbte Programm noch zusätzlich verstärkt.

Eine maßvolle Ernährung ist für die Betroffenen besonders wichtig.




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