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In industriell gefertigter Nahrung gibt es einige Substanzen, die indirekt dick machen, obwohl sie keine eigenen Kalorien enthalten.

Diese Substanzen steigern beispielsweise den Appetit oder sie bringen den Stoffwechsel durcheinander.

Wenn man abnehmen will, ist es sinnvoll, solche dick machenden Substanzen zu meiden. Doch es ist nicht immer ganz einfach, ihre Verwendung in Nahrungsmitteln zu erkennen. Teilweise werden sie mit zahlreichen verschiedenen Bezeichnungen deklariert. Um sie zu erkennen, muss man das Kleingedruckte meistens sehr genau lesen.

Glutamat - Mononatriumglutamat

Der Geschmacksverstärker Glutamat, auch Mononatriumglutamat, kommt in kleinen Mengen in natürlichen Nahrungsmitteln vor.

In größeren Mengen wird Glutamat vielen Fertiggerichten beigefügt, um den Geschmack zu verstärken.

Glutamat hat eine eigene Geschmacksrichtung, die zuerst in Japan entdeckt wurde. Daher trägt diese Geschmacksrichtung den japanischen Namen Umami. Das bedeutet so viel wie wohlschmeckend oder herzhaft.

Natürlicherweise kommt Glutamat vor allem in Fleisch, Tomaten, Käse, Sojasauce, Hefe oder Pilzen vor. In dieser natürlichen Form ist Glutamat ein unbedenklicher Inhaltstoff, der die betreffenden Nahrungsmittel lecker schmecken lässt. Die Glutamat-Mengen in natürlichen Nahrungsmitteln sind eher gering.

Selbst im menschlichen Körper spielt Glutamat eine wichtige Rolle, denn es ist ein Salz der essentiellen Aminosäure Glutaminsäure. Diese Aminosäure ist für die Gehirntätigkeit lebensnotwendig. Auch beim Zuckerstoffwechsel und beim Muskelaufbau spielen diese Aminosäure und ihre Abkömmlinge eine wichtige Rolle.

In gewissen Mengen und im natürlichen Vorkommen sind Glutamat und seine Verwandten also lebenswichtig und fördern die Gesundheit.

Doch in Fertiggerichten und bei manchem Restaurant-Essen, vor allem in der asiatischen Küche, wird sehr viel künstliches Glutamat verwendet. Die Glutamat-Menge, die in diesen Nahrungsmitteln enthalten ist, überschreitet die gesundheitsfördernden Mengen oft um ein Vielfaches.

Auch in der heimischen Küche und auf den Esstischen der Bevölkerung wird dem Essen oft Glutamat in Form von Würzmitteln zugefügt.

Auf die meisten Menschen wirkt viel Glutamat vor allem appetitsteigernd.

Das ist eine erwünschte Wirkung, wenn man dünn ist und unter Appetitmangel leidet. Auch in der Tiermast ist dieser Effekt erwünscht, sodass Glutamat gerne als Mastmittel eingesetzt wird.

Doch wer mit Übergewicht kämpft und abnehmen will, leidet unter dem verstärkten Appetit oder isst mehr als für sein Abnehmvorhaben sinnvoll ist.

Manche Menschen reagieren besonders empfindlich auf Glutamat. Davon sind vor allem Menschen betroffen, die sehr oft in asiatischen Restaurants gegessen haben. Daher wird dieses Phänomen auch Chinarestaurant-Syndrom genannt.

Beim Verzehr größerer Glutamat-Mengen kommt es bei diesen Menschen zu Juckreiz im Hals, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit. Doch ist die Erkrankung Chinarestaurant-Syndrom noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht, um eindeutige Aussagen darüber treffen zu können.

Wenn man Fertignahrungsmittel mit Glutamat meiden will, muss man sehr aufmerksam die Zutatenlisten studieren.

Glutamat steht nur manchmal mit den bekannten Bezeichnungen Glutamat oder Mononatriumglutamat in den Listen.

Manchmal wird es auch als E 621 deklariert.

Besonders tückisch sind verharmlosende Bezeichnungen wie Hefeextrakt, Würze, fermentierter Weizen, Trockenmilcherzeugnis oder Sojasoße. So wird aus einem problematischen Stoff eine vermeintliche gesunde Substanz gemacht.

Nicht etwa, dass Hefeextrakt oder Sojasauce prinzipiell ungesund wären. Aber im Übermaß genossen, können sie die unerwünschten Folgen von zu viel Glutamat mit sich bringen.

Besonders in Suppenpulver und Fertigsuppen in Tüten ist oft reichlich Glutamat enthalten. Sogar in Bio-Gemüsebrüh-Pulver findet man Glutamat in Form von Hefeextrakt.

Um größere Mengen Glutamat zu vermeiden, muss man also sehr genau hinschauen.

Süßstoffe

Eigentlich sollten Süßstoffe beim Abnehmen helfen, weil sie keine Kalorien beinhalten und trotzdem süß schmecken.

Doch in der Praxis funktioniert das Abnehmen mit Süßstoff oft nicht.

Erstaunlich ist auch, dass Süßstoff in der Tierzucht als Mastmittel verwendet wird. Das sollte zu denken geben.

Süßstoffe sind sehr unterschiedliche Substanzen, es gibt beispielsweise Aspartam, Saccharin und Cyclamat, um nur ein paar der bekanntesten zu nennen.

Die gemeinsame Eigenschaft der Süßstoffe ist, dass sie sehr stark süßen und dabei keine Kalorien haben.

Darum scheinen sie ideal, um Speisen und Getränke zu süßen, ohne dick zu machen.

Aber leider regen die Süßstoffe den Appetit massiv an.

Durch den süßen Geschmack freut sich der Körper schon auf einen kräftigen Schub Kohlenhydrate. Einige Autoren gehen sogar davon aus, dass der Insulinspiegel in voreilendem Gehorsam bereits durch den süßen Geschmack ansteigt. Das wird jedoch von den meisten Medizinern bestritten und ist auch durch Studien bislang nicht belegt.

In der Praxis kann man jedoch beobachten, dass durch den Süßstoff der Appetit steigt. Mithilfe des Unbewussten holt sich der Körper dann die Kohlenhydrate, um die er betrogen wurde. Die Portionen bei den Mahlzeiten werden beispielsweise etwas größer, ohne dass man es merkt.

Daher sollte man auf Süßstoff verzichten, wenn man abnehmen will.

Wer es ohne süßen Geschmack nicht aushält, sollte lieber echten Zucker oder Honig verwenden, aber nur in kleinen Mengen, denn natürlich machen auch Zucker und Honig dick, wenn man es übertreibt.

Künstliche Aromen

Den meisten fertigen Nahrungsmittel werden heutzutage künstliche Aromen zugefügt.

Solche künstlichen Aromen sind nicht zwangsläufig schlecht, aber sie haben potentiell bedenkliche Wirkungen auf den Körper und den Appetit.

Viele der künstlichen Aromen schmecken viel intensiver als ihre echten Vorbilder.

Ein typisches Beispiel ist Erdbeeraroma. Es schmeckt extrem erdbeerig, so stark, dass die besten Erdbeeren der Welt mit diesem Überaroma nicht mithalten können. Die meisten Kinder sind so an das künstliche Erdbeeraroma gewöhnt, dass ihnen Gerichte mit echten Erdbeeren nicht schmecken. Auf Speisen mit Erdbeeraroma sind sie jedoch oft ganz versessen.

Viele der künstlichen Aromen haben eine gewisse Suchtwirkung auf Menschen, die dafür empfänglich sind.

Besonders kritisch ist das Vanille-Aroma.

Es wird schon der Babynahrung zugesetzt, sodass sich bereits Säuglinge an den Vanillegeschmack gewöhnen.

Im weiteren Leben werden Nahrungsmittel, die Vanillearoma enthalten, häufig anderen Speisen vorgezogen. Daher wird sogar unpassenden Nahrungsmitteln Vanillearoma zugesetzt, damit sie gekauft werden, beispielsweise Ketchup.

Von Nahrungsmitteln mit Vanillearoma wird oft mehr gegessen, als man eigentlich essen will, weil der künstliche Vanillegeschmack die Gier danach steigert.

Hormonähnliche Substanzen

Zahlreiche Nahrungsmittel enthalten hormonähnliche Substanzen, die teilweise das Übergewicht fördern können.

Diese hormonähnlichen Substanzen kommen zum Teil natürlich in den Nahrungsmitteln vor. Man spricht dann auch von Phytohormonen.

Da gibt es beispielsweise die Isoflavone, die in der Sojabohne enthalten sind. Auch im Granatapfel sind Phytoöstrogene enthalten.. Der Hopfen im Bier enthält recht stark wirkende Phytoöstrogene.

Außerdem gelangen Östrogene oder östrogenartige Substanzen häufig durch Plastikverpackungen in die Nahrung.

In Plastik sind beispielsweise Weichmacher der Gruppe Phthalate enthalten. Diese Substanzen wirken östrogenartig.

Außerdem enthält Plastik häufig Bisphenol A, ein weiterer Stoff mit östrogenartiger Wirkung.

Bei zu viel Östrogenen im Körper neigt man verstärkt zu Übergewicht und leidet meistens auch unter anderen Beschwerden wie Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen.

Da die im Plastik enthaltenen Substanzen keine echten Östrogene sind, sondern nur östrogenartige Substanzen, haben sie zudem diverse gesundheitsschädliche Wirkungen auf den Körper, die natürliches Östrogen nicht hat.




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