Gefahren des Sportes



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Sporthasser argumentieren oft mit einer hohen Verletzungsgefahr, wenn sie ihre Abneigung gegen Sport begründen.

Zahlreiche Verletzungen im Leistungssport scheinen diese Gefahr zu bestätigen.

Doch geht es beim Sport zum Abnehmen nicht um Leistungssport, sondern um Sport mit moderaten Belastungen.

Wenn man Überlastungen vermeidet und auf seinen Körper hört, ist die Verletzungsgefahr beim Freizeitsport relativ gering.

Dabei ist es wichtig, seine persönlichen Schwachstellen zu berücksichtigen.

Wer beispielsweise Arthrose in den Knien hat, sollte seine Trainingsintensität auf die Leistungsfähigkeit der Knie einstellen. Selbst wenn es manchmal schwer fällt, kürzer zu trainieren, als die Muskeln und die Kondition mitmachen würden, sollte man sich bewusst machen, dass eine mehrtägige Trainingspause durch Knieschmerzen noch nachteiliger wäre. Bei anderen Schwachstellen verhält es sich ähnlich.

Schwächeanfall durch Übertreibung

Außer zu Verletzungen des Bewegungsapparates kann es auch zu Schwächeanfällen kommen, wenn man es mit dem Training übertreibt.

Bei längerfristiger Übertreibung kann es zum bereits erwähnten Übertrainings-Syndrom kommen (siehe Seite 259).

Auch eine einmalige Übertreibung kann schon gesundheitliche Nachteile haben.

Wenn man:

·         zu lange trainiert

·         zu intensiv trainiert

·         bei zu großer Hitze trainiert

·         zu wenig trinkt beim trainieren

·         zu wenig gegessen hat

 

kann während oder nach dem Training einen Schwächeanfall bekommen.

Der Kreislauf kann absacken, man fühlt sich schwach und schwindelig. Im Extremfall kann es sogar zu einer kurzen Ohnmacht kommen.

Bei einem Schwächeanfall durch zu intensives Training mit zu schlechter Nahrungs- und Flüssigkeitsversorgung sollte man sich hinlegen oder hinsetzen und salzhaltige Flüssigkeit trinken, sowie etwas Süßes essen. Auch ein Colagetränk kann in solch einer Situation hilfreich sein.

Muskelkater

Der Muskelkater gehört für viele Menschen zum Sport dazu.

Er tritt jedoch nur auf, wenn man seinen Muskeln deutlich mehr zumutet, als sie aktuell leisten können.

Der Muskelkater entsteht, wenn sich kleinste Verletzungen im Muskel bilden. Mit der Milchsäure, wie früher vermutet wurde, hat der Muskelkater nichts zu tun.

Meistens tritt Muskelkater erst einen Tag nach der sportlichen Leistung auf, in seltenen Fällen auch direkt nach dem Sport.

Die kleinen Verletzungen der Muskeln sind nicht gefährlich. Sie verheilen innerhalb weniger Tage wieder.

Außerdem stellt ein Training, das zu Muskelkater führt, einen starken Trainingsreiz dar, wodurch sich die Leistungsfähigkeit des Muskels nach dem Abheilen des Muskelkaters deutlich steigert.

Doch wenn der Muskelkater aktiv schmerzt, kann man nicht voll trainieren. Wenn es nicht so schlimm ist, ist ein leichtes Training möglich, aber ohne große Belastung. Wenn man jedoch bei jedem Schritt ausgeprägte Schmerzen hat, legt man am besten mehrere Ruhetage ein.

Die Trainingspause durch den Muskelkater ist meistens größer als die verstärkte sportliche Leistung, die zum Muskelkater geführt hat.

Wenn man Sport treibt, um abzunehmen, ist es daher sinnvoll, nur so intensiv zu trainieren, dass es ohne starken Muskelkater ausgeht. Denn dann kann man kontinuierlich weiter trainieren.

Ein gelegentlicher Muskelkater ist jedoch nichts Schlimmes, sondern nur eine schmerzhafte Erfahrung, die etwas lästig ist.




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