Heißhunger



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Heißhunger ist die übersteigerte Form des Appetits.

Der Heißhunger kann Abnehmwillige stark quälen und den Abnehmerfolg massiv behindern, wenn man keine Wege findet, mit dem Heißhunger umzugehen.

Heißhunger durch Dauerhunger

Meistens hat Heißhunger nichts mit echtem körperlichen Hunger zu tun.

Manchmal entsteht Heißhunger jedoch durch einen Tag voller Verzicht. Wenn man den ganzen Tag über zu wenig gegessen hat, kommt es häufig abends zu einem massiven Heißhunger-Anfall. In diesem Fall treten körperlicher Hunger und übersteigerter Appetit gemeinsam auf, was sich oft besonders intensiv äußert.

Bei vielen Abnehmwilligen siegt in solche einer Situation nach einer Weile das Unterbewusste und sie fallen über den Kühlschrank her.

Oft wird dann viel mehr gegessen, als dem eigentlichen Hunger entspricht.

Die Not wird als so groß empfunden, dass man gleichsam auf Vorrat isst. Bei manchen Menschen kommen in solchen Situationen mehrere tausend Kilokalorien zusammen.

Erheblich besser ist es, wenn man tagsüber so viel isst, dass man bei jeder Mahlzeit satt wird. Außerdem sollte man sich seine Lieblingsspeisen und Geschmacksrichtungen in vernünftigem Umfang erlauben.

So kann man Heißhunger-Attacken durch echtes Hungern vermeiden.

Heißhunger durch Mangelversorgung

Selbst wenn man sich regelmäßig satt isst, kann Heißhunger durch eine Mangelversorgung mit verschiedenen Nährstoffen entstehen.

Wenn man beispielsweise Heißhunger auf Fleisch hat, dann kann das auf Eisenmangel oder Eiweißmangel hindeuten.

Heißhunger auf frisches Obst kann auf Vitamin-C-Mangel hindeuten. Wenn man Vitamin-C anstatt durch Obst meistens durch Orangensaft oder dergleichen bekommt, kann auch ein Heißhunger darauf entstehen.

Erstaunlicherweise kann Heißhunger auf Schokolade bedeuten, dass man einen Magnesiummangel hat. Wenn man sich dann vermehrt Magnesium in anderer Form zuführt, beispielsweise durch Milch oder Bananen, dann kann der Schokoladenheißhunger verschwinden.

Heißhunger auf Süßigkeiten deutet jedoch meistens nicht auf einen Mangel an Kohlenhydraten hin, sondern eher auf eine Kohlenhydrate-Sucht (siehe Seite 179).

Abendlicher Heißhunger

Besonders häufig kommt es abends zu Heißhunger-Attacken.

Das kann einerseits mit dem schon beschriebenen Heißhunger durch Dauerhunger zusammenhängen, wenn man tagsüber zu wenig isst.

Aber auch wenn man tagsüber genug isst, kommt es bei vielen Menschen abends zu heftigem Heißhunger.

Ein Auslöser für abendlichen Heißhunger kann ein kohlenhydratreiches Abendessen sein.

Sobald der Blutzucker nach der Abendmahlzeit wieder absinkt, meldet der Körper seine Nachschubwünsche an. Der durch ständige Kohlenhydratzufuhr verwöhnte Körper möchte spätabends und nachts nicht von seinen Fettpolstern zehren, sondern lieber von frisch zugeführten Kohlenhydraten.

Viele Menschen, die sich tagsüber vernünftig ernährt haben, so dass sie gesund und langsam abnehmen könnten, werden abends von ihrem Heißhunger in Versuchung geführt. Schon ein kleiner extra Pudding oder eine kleine Scheibe Brot können den Abnehmerfolg zunichte machen, wenn sie regelmäßig zusätzlich zu den Mahlzeiten gegessen werden. Besonders fatal wird es, wenn man dann die Tüte Chips oder die Tafel Schokolade aus dem Schrank holt und restlos verputzt. Gegen diese Situationen hilft es, solche Versuchungen gar nicht erst im Haus zu haben.

Den abendlichen Heißhunger kann man am wirksamsten verhindern, wenn man abends kaum Kohlenhydrate isst. Stattdessen kann man reichlich Eiweiß essen, weil das nachhaltig sättigt und bei den nächtlichen Reparaturarbeiten hilft.

Eine günstige Abendmahlzeit wäre beispielsweise ein Putensteak mit Gemüse oder Salat.

Wichtig ist, dass die Abendmahlzeit nachhaltig sättigt.

Wenn sich im Verlauf des Abends trotzdem der Heißhunger meldet, kann man Wasser trinken.

Wasser hilft erstaunlich gut gegen den Impuls unbedingt etwas zu sich nehmen zu wollen.




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