Leben in Extremen



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Viele übergewichtige Menschen neigen zu einem Leben in Extremen.

Das ist häufig eine Sache des Naturells und sitzt daher tief im Wesen der Menschen.

Die Neigung zu Extremen hat eine Menge Vorteile, denn sie ermöglicht auch extreme Leistungen. Unter der Helden und Entdeckern der Weltgeschichte finden sich vor allem Menschen mit einer Neigung zu Extremen.

Doch das Leben in Extremen hat auch erhebliche Nachteile.

Wer von diesen Menschen gerne trinkt, trinkt häufig extrem viel und kann so süchtig werden.

Wer gerne Schokolade isst, macht auch vor der dritten Tafel nicht halt und wer gerne Cola trinkt, tut dies gerne literweise.

Durch das extreme Ausleben der Essgelüste kann es leicht zu Übergewicht kommen.

Die Reaktion auf die Fettpolster ist dann häufig eine extreme Diät mit strengster Kasteiung. Denn man will extrem schnell wieder schlank werden.

Crash-Diäten beziehen ihren Erfolg aus der Vorliebe für Extreme.

Wenn extrem-liebende Übergewichtige beginnen, Sport zu treiben, dann schinden sie sich häufig gleich so intensiv, dass sie am nächsten Tag kaum noch kriechen können. Die Freude am Sport bleibt dabei schnell auf der Strecke.

Dabei ist es die Mäßigung, die beim Abnehmen hilft.

Eine langsame Ernährungsumstellung zielt auf Mäßigung beim Essen. Man sollte nicht zu viel essen und auch nicht zu wenig. Von süßen Speisen, sollte man nur geringe Mengen essen, sich also mäßigen.

Auch Sport sollte maßvoll getrieben werden, sodass der Körper keine Probleme damit hat und man auch am nächsten Tag, in der nächsten Woche und im nächsten Monat wieder aktiv ist.

Für Menschen mit einer Neigung zu Extremen scheint die Mäßigung oft furchtbar langweilig und öde. Lebenslang maßvoll essen scheint vielen von ihnen viel schlimmer, als einige Monate fast gar nichts zu essen.

Doch das Pendeln zwischen den Extremen sorgt für immer mehr Übergewicht.

Der einzige Weg aus dem Dilemma ist tatsächlich die Mäßigung.

Doch für Menschen mit einem extremen Wesen ist Mäßigung wesensfremd und nur schwierig zu erlernen. Wenn sie verstehen, wie wichtig Mäßigung ist, denken sie häufig: "Ab heute lebe ich extrem gemäßigt." Doch Mäßigung kann man nicht extrem leben.

Extrem-liebende Menschen können die Mäßigung nur schrittweise nach und nach lernen. Dieser Lernprozess kann sich über Jahre hinziehen.

Wenn man etwas zu viel tut, beispielsweise Süßigkeiten essen, heißt das Zauberwort der Mäßigung "reduzieren" und nicht "auf immer und ewig verbieten". Wenn man etwas zu wenig tut, beispielsweise Sport treiben, heißen die Zauberworte "langsam steigern" und nicht "auf Teufel komm raus".

Lassen Sie sich Zeit dabei, die Mäßigung zu lernen, wenn Sie zu einem Leben in Extremen neigen.

Dann werden Sie feststellen, dass Mäßigung keineswegs langweilig und öde ist, sondern eine erfreuliche Stabilität ins Leben bringt.




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